Planungsbüro für Geotouristik Babist

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1. Laufende Projekte:

UNESCO Geopark-Lehrpfad "Baustein, Erz und schwerer Spat ", Ober-Kainsbach

Auftraggeber: Gemeinde Reichelsheim
Status: Umsetzungsphase

Erarbeitung eines geotouristischen Konzeptes für die Gemeinde Mömlingen

Auftraggeber: Gemeinde Mömlingen
Konzeptentwicklung in Kooperation mit Dipl.-Geol. Petra Heinrich, Mömlingen

UNESCO-Geopark, Einzelstandorte in Umsetzung:

Obrunn-Schlucht, Höchst
Hammelbach
Erdbachschwinde Erbach
Geopunkttafeln Kohlbachtal bei Weinheim-Hohensachsen

Geopark vor Ort - Ausbildung Klein-Umstadt, Michelstadt 2007

Schulprojekt "Buntsandstein, explosiver Vulkanismus und Rennofenbau" im Mömlingen; 6. Klasse Hauptschule Mömlingen
Zu den Bilderseiten des Schulprojektes.

Neugestaltung der Bergbauabteilung des Regionalmuseums Reichelsheim Odenwald

Profilaufnahme und Kalkgehaltsprüfung im Rötton der Tongrube Bauer, Michelstadt-Steinbach

 

2. Abgeschlossene Projekte, Beispiele:

a) UNESCO Geopark-Lehrpfad "Bergbaulandschaft Reichelsheim"

b) UNESCO Geopark-Lehrpfad "Landschaft im Wandel", Michelstadt

c) UNESCO Geopark-Lehrpfad "Die kleine Bergstraße - Landschaft, Mensch und Umwelt in Klein-Umstadt"

 

Der UNESCO Geopark-Lehrpfad "Bergbaulandschaft Reichelsheim"

 

Das bedeutendste Erzvorkommen des Odenwaldes ist eine Eisen- und Manganlagerstätte, die am Rand der Buntsandstein-Überdeckung des Grundgebirges zu Tage tritt. Als der seit dem Mittelalter betriebene Eisenerzbergbau längst unwirtschaftlich geworden war, entstand während der Industrialisierung ein immer größerer Bedarf an Stahlveredlern. Die Lagerstätte wurde nun wieder wegen ihrer Manganerze interessant: Um 1884 nahm die lothringische Firma “de Wendel” den Grubenbetrieb an der Geiswiese auf; bis 1900 waren zeitweise bis zu 300 Bergleute beschäftigt. Während die Firma “de Wendel” ihre Aktivitäten 1900 nach Wald-Michelbach verlegte, betrieb die Firma “Gebrüder Stumm” aus Neunkirchen/Saar die Rohrbacher Grube “Georg” mit Unterbrechungen bis 1924. Insgesamt wurden aus den Gruben zwischen Vierstöck und Rohrbach rund 400.000 t Manganerz gefördert.

Begeben Sie sich auf eine abenteuerliche Spurensuche: Was ist von dem einst bedeutenden, doch fast vergessenen Bergbau geblieben? Folgen Sie der durchgehenden Lehrpfad-Markierung, dem "L" im gelben Kreis zwischen den Naturpark-Parkplätzen Vierstöck und Stollwiese, so treffen Sie auf dem landschaftlich abwechslungsreichen, insgesamt 13 km langen Lehrpfad auf 17 Informationsstationen. Der Rundweg kann problemlos in zwei Etappen geteilt werden: Zusätzlich wurden mit Hinweisschildern eine rote Route (Abschnitt Vierstöck, Streckenwanderung) und eine blaue Route (Rundweg um Rohrbach) mit Hinweisschildern ausgewiesen. Vom Parkplatz “Dehnbuche” zwischen Rohrbach und Mossautal besteht ein markierter Zubringerweg zur Lehrpfad-Route.

Der Geopark-Lehrpfad “Bergbaulandschaft Reichelsheim" im Reichelsheimer Ortsteil Rohrbach wurde nach zweijähriger Planungs- und Umsetzungsarbeit am 12. März 2005 eingeweiht. Mit diesem Geopark-Lehrpfades ist ein im überregionalen Vergleich didaktisch hochwertiger und fachlich anspruchsvoller außerschulischer Lernort entstanden, der auch dem Aspekt des "Anfassens" und "Begreifens" in mehreren Installationen (Schauobjekten) Rechnung trägt.

Der Lehrpfad ergänzt die Einrichtung des Regionalmuseums Reichelsheim Odenwald mit seinem Themenschwerpunkt "Bergbau um Reichelsheim" und rundet das geotouristische Angebot (neben den bereits vorhandenen Angeboten der geführten Themenwanderungen und der “Geologie für Kinder”) in der historischen Bergbaulandschaft um Reichelsheim ab.

Nutzen Sie das Angebot der Gastronomiebetriebe entlang des Lehrpfad-Verlaufs.
Besuchen Sie auch das Regionalmuseum Reichelsheim Odenwald mit seiner Bergbauabteilung: Es ist sonntags von 15:00 - 17:00 Uhr geöffnet; Sondertermine vereinbar bei der Touristinformation der Gemeinde Reichelsheim, Bismarckstraße 43, 64385 Reichelsheim,
Telefon 06164/508-26, E-Mail: touristinfo@reichelsheim.de. (siehe auch: http://www.museum-reichelsheim.de)

 

Die Umgebung Reichelsheims mit der Lage des neuen Bergbaulehrpfads (PDF 208 KB)

Karte des Bergbaulehrpfades zwischen der "Vierstöck" und dem Reichelsheimer Ortsteil Rohrbach (PDF 178 KB)

 

Der UNESCO Geopark-Lehrpfad "Landschaft im Wandel", Michelstadt

Landschaft wandelt sich. Sie wandelt sich in erdgeschichtlichen Zeiträumen – unvorstellbar langsam in Millionen von Jahren. Die Form der Kontinente und Ozeane verändert sich, Gebirge entstehen und werden wieder abgetragen. Doch Landschaft wandelt sich auch innerhalb von kurzen Zeiträumen durch den Einfluss des Menschen: Aus einer Naturlandschaft wird eine Kulturlandschaft, die durch wechselnde Nutzung stetig ihr Gesicht verändert.

Erleben Sie auf dem am 27. Mai 2006 eröffneten Geoparkpfad eine spannende Spurensuche durch die Geschichte der Jahrhunderte alten Kulturlandschaft und Jahrmillionen alten Naturlandschaft zwischen Gräsig und Hermannsberg. Schärfen Sie ihr Auge für unscheinbare Flurdenkmäler und Geotope, die vom Wandel der Landschaft erzählen!

Startpunkt des Weges ist der Parkplatz am Friedhof in Michelstadt. Von dort aus ist der Weg ist durchgehend mit einem „L“ in gelbem Kreis markiert; er kann vollständig in 2 bis 3 Stunden oder auch in zwei Etappen bewältigt werden. Ab der Kapellenwiese ist ein Verbindungsweg zum Ausgangspunkt markiert, der auch als Zubringer für den zweiten Teil des Lehrpfads dient.

Auf Anregung und in Kooperation mit der Agenda-Arbeitsgruppe Michelstadt, der Stadt Michelstadt und der Bürgerinitiative um die Kapellenwiese und des Rotary Clubs Michelstadt wurde der Geopark-Pfad durch das Planungsbüro GEOlogisch! unter Mitarbeit von Dipl.-Biol. Martin Zeuch konzipiert und in der Umsetzung betreut. Das Projekt wurde durch die Stadt Michelstadt, durch Mittel der Europäischen Union (Leader+, Hessisches Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz) und private Sponsoren finanziert.

Führungen am Lehrpfad werden durch die Stadt Michelstadt vermittelt; Ansprechpartner ist Herr Hartmann, Tel. 06061 - 74142,
E-Mail: hartmann@michelstadt.de

Und so erreichen Sie den neuen Geoparkpfad:

Karte des Geoparkpfades "Landschaft im Wandel" bei Michelstadt (PDF 136 KB)

 

Der UNESCO Geopark-Lehrpfad "Die kleine Bergstraße - Landschaft, Mensch und Umwelt in Klein-Umstadt"

Der Geoparkpfad in Klein-Umstadt lädt ein zum Ausprobieren: Ein begehbares Bodenprofil (oben rechts) erklärt die Geschichte eines Weinberges, eine "Gesteinsorgel" macht es möglich, Rauhigkeit, Struktur und Gewicht der vorkommenden Gesteine zu erfühlen, und ein Insolationsversuch aus Holzplatten erklärt, wieso sich südexponierte Hänge auch im klimatischen Grenzbereich noch für den Weinanbau eignen.

Zwischen Groß-Umstadt und Klein-Umstadt fällt der nördliche Odenwald in die weite Untermainebene ab. Hier gedeihen seit dem Mittelalter vor allem auf den gegen Süden exponierten Hanglagen sehr gute Weine auf mineralreichen Porphyr- und Lössböden.

Von der Wendelinskapelle oberhalb von Klein-Umstadt schweift der Blick weit über die Untermainebene: Bei klarem Wetter sind die Höhenzüge von Hunsrück, Taunus, Vogelsberg und Spessart zu erkennen. Man wähnt sich tatsächlich fast an der Bergstraße, würde die Untermainebene nicht gegen Süden allmählich in das Reinheimer Hügelland und den kuppigen Bergsträßer Odenwald übergehen. Durch die Höhenzüge des nördlichen Odenwaldes vor kalten Ostwinden geschützt, besitzt die Gegend um Klein-Umstadt auch klimatische Ähnlichkeiten mit der Bergstraße.

Der Geopark-Pfad „Die Kleine Bergstraße“ erschließt für Sie die Besonderheiten dieser Landschaft, die abwechslungsreiche Geschichte ihrer Nutzung und gibt Einblicke in die Ortsentwicklung Klein-Umstadts. Folgen Sie dem Pfadverlauf, steigen Sie aus der Ebene zum „Stachelberg“ auf, lernen den geologischen Aufbau des Untergrundes kennen und können die für den Weinbau wichtigen Faktoren Mikroklima und Boden einschätzen. Genießen Sie anschließend den Ausblick an der Wendelinuskapelle, bevor Sie Ihren Weg durch den alten Ortskern Klein-Umstadts fortsetzen, der
1859 zur Hälfte einem Großbrand zum Opfer fiel. Kurioses über den Schwerspat-Bergbau während der Industrialisierung erfahren Sie an der großen Halde des „Stollens I“, bevor Sie zum Ausgangspunkt zurückkehren. Ein zusätzlicher "Geopunkt" informiert über die besondere Grundwassersituation im nahen "Breitwieser Bruch" und erklärt, wie aus Grundwasser Trinkwasser wird.

Führungen am Lehrpfad werden durch die Stadt Groß-Umstadt vermittelt; Ansprechpartnerin ist Frau Scherer, Tel. 06078 - 781216,
E-Mail: n.scherer@gross-umstadt.de. Eine Besichtigung der Wehrkirche ist auf Anfrage möglich. Kontakt: 06078 - 2254; E-Mail: evkirchekleinumstadt@web.de.

Und so erreichen Sie den neuen Geoparkpfad:

Karte des Geoparkpfades "Die kleine Bergstraße - Landschaft, Mensch und Umwelt in Klein-Umstadt" (PDF 164 KB)

 

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offizieller Kooperationspartner des UNESCO- und Europäischen Geoparks Bergstraße - Odenwald